Gemäß § 178 Abs. 2 SGB IX hat die Dienststelle die Schwerbehindertenvertretung in allen Angelegenheiten, die einen einzelnen oder die schwerbehinderten Menschen als Gruppe berühren, unverzüglich und umfassend zu unterrichten und vor einer Entscheidung anzuhören. Hierzu zählt auch die Entscheidung über die Teilnahme an Fortbildungsveranstaltungen. In den Fällen, in denen die Schulleitung über die Teilnahme entscheidet (§59 Abs. 6 S. 2 SchulG), hat sie die Schwerbehindertenvertretung zu beteiligen. Ein Verstoß kann mit einer Geldbuße von bis zu 10.000 € geahndet werden (§ 238 Abs. 2 ). Besonders wichtig und sinnvoll ist die Beteiligung der Schwerbehindertenvertretung natürlich immer dann, wenn

1) die Teilnahme einer schwerbehinderten Lehrkraft an einer Fortbildungsmaßnahme von der Schulleitung abgelehnt wird oder

2) die Teilnahme einer schwerbehinderten Lehrkraft an einer Fortbildungsmaßnahme gegen ihren Willen angeordnet wird.

Nur bei einer Beteiligung hat die Schwerbehindertenvertretung die Möglichkeit, die schwerbehinderte Lehrkraft in ihrem Anliegen zu unterstützen.

Die Schulleitung beteiligt die Schwerbehindertenvertretung mit diesem Formular.

Den Antrag für die Anmeldung einer allgemeinen Fortbildung finden Sie hier.

Die Freistellungs- und Urlaubsverordnung und weitere Anträge finden Sie hier.

Anträge, um z.B. Reisekosten geltend zu machen oder Kinderbetreuungsgeld zu beantragen, finden Sie hier.

Das Fortbildungsprogramm der dbb akademie finden Sie unter www.dbbakademie.de
 

Eine Anmeldeformular für Veranstaltungen dbb akademie finden Sie hier. Sie können es ebenfalls am Bildschirm ausfüllen. Den Ausdruck senden Sie dann bitte an:
dbb akademie
Dreizehnmorgenweg 36
53175 Bonn

Gut zu wissen:
Im Mai 2005 hat das Innenministerium des Landes NRW Richtlinien zum Sozialgesetzbuch IX (SGB IX) zur Durchführung der Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen im öffentlichen Dienst im Land Nordrhein-Westfalen erlassen.
Zur Frage der Fortbildung sind unter dem Punkt 11 der Richtlinien Ausführungen gemacht. Hier heißt es: Schwerbehinderte Menschen sind zu Fortbildungsmaßnahmen, die vom Dienstherrn veranstaltet werden, bevorzugt zuzulassen. Ferner wird unter Punkt 1.4 wird bestimmt, dass jede zu Gunsten der schwerbehinderten Menschen getroffene Bestimmung großzügig anzuwenden und ein eingeräumtes Ermessen großzügig auszuüben ist.

In den Richtlinien zum SGB IX für den öffentlichen Dienst in NRW heißt es im Satz 8.5:
“Schwerbehinderte Menschen sind bei Reisen zu Aus- und Fortbildungszwecken, die mit Übernachtungen verbunden sind, grundsätzlich berechtigt, ein Einzelzimmer in Anspruch zu nehmen. Schwerbehinderten Menschen, die eine Dienstreise nur mit fremder Hilfe ausführen können und sich deshalb einer Begleitperson bedienen, die nicht im Landesdienst steht, können die insoweit notwendigen Auslagen im Rahmen des § 9 LRKG als Nebenkosten erstattet werden.”

H.- Jürgen Mellmann

Für weitere Fragen stehe ich gerne zur Verfügung: Telefon: 0211 475-5875 oder mailen Sie mir.

Natürlich habe ich mich um eine sorgfältige Recherche bemüht. Aber Sie wissen ja, dass überall, wo Menschen arbeiten, auch Fehler gemacht werden können. Für die Richtigkeit der Informationen kann deshalb keinerlei Gewähr übernommen werden. 
Für Anregungen zur Gestaltung und zu den Inhalten dieser Seite bin ich dankbar. Zögern Sie nicht, mir Rückmeldung zu geben.  

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