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Das Akronym COPSOQ steht für Copenhagen Psychosocial Questionnaire.

 

Worum geht es in dieser Befragung?

Ziel ist die Ermittlung der psychosozialen Belastung und Beanspruchung bei Lehrkräften in Nordrhein-Westfalen. Die Befragung wird zunächst im Regierungsbezirk Düsseldorf durch geführt. Die Befragung ist der erste Schritt im Prozess der personenbezogenen Gefährdungsbeurteilung. Weitere Schritte sind: Interpretation der Ergebnisse, Ableitung von Maßnahmen, Umsetzung von Maßnahmen, Erfolgsbewertung der Maßnahmen.

 

Wer wird wann befragt?

Alle Lehrkräfte an den ca. 1.600 öffentlichen Schulen im Regierungsbezirk Düsseldorf werden in den Jahren 2012 und 2013 mit einem Fragebogen befragt. Die Befragung ist in drei Tranchen (siehe Zeitplan) unterteilt. Vor dem Start der Befragungen finden Informationsveranstaltungen (Schulleiterdienstbesprechungen) für die jeweils beteiligten Schulen statt. Alle erforderlichen Unterlagen und Informationen (z.B. auch die Zugangsdaten zum Online-Fragebogen) erhalten die Schulen rechtzeitig vor Beginn.

 

Wer führt die Erhebung und Auswertung durch?

Das MSB hat die Freiburger Forschungsstelle Arbeits- und Sozialmedizin (FFAS) in Freiburg mit der Erhebung und der Auswertung der Daten beauftragt. Die FFAS ist ein unabhängiges Forschungsinstitut und hat mit diesem Verfahren bereits die Lehrkräfte an mehr als 5.000 Schulen in Deutschland und europaweit befragt.

 

Wie kann ich an der Befragung teilnehmen?

Die Befragung wird grundsätzlich internetbasiert durchgeführt. Die Teilnahme kann sowohl vom privaten PC aus als auch über den PC an Ihrer Schule erfolgen. Die Webseite für die Befragung der Lehrkräfte in NRW lautet www.nrw.schule.copsoq.de . Dort ist auch ein Muster des Fragebogens abgelegt, sodass die an der Online-Befragung teilnehmenden Lehrkräfte die Möglichkeit haben, sich vorab über die gestellten Fragen zu informieren.

 

Was habe ich davon?

Sofort nachdem Sie den Fragebogen im Internet ausgefüllt haben, bekommen Sie (und nur Sie!) einen individuellen graphischen Vergleich Ihrer Ergebnisse mit den Durchschnittswerten aller bisher befragten Lehrkräfte. Sie können also direkt vergleichen, in welchen Bereichen Ihre Ergebnisse dem Durchschnitt entsprechen oder hiervon abweichen. Hohe Werte bedeuten zwar immer „viel". Ob dies positiv oder negativ zu bewerten ist, hängt jedoch vom Inhalt der Skala ab. So ist z.B. ein hoher Wert für den Aspekt „Störung im Unterricht" schlecht, aber z.B. ein hoher Wert für „Rollenklarheit" gut.

 

Was hat die Schule davon?

Etwa vier Wochen nach Abschluss der Befragung bekommt Ihre Schule den "Schulbericht" mit den Durchschnittsergebnissen aller Lehrkräfte an Ihrer Schule im Vergleich mit anderen Schulen derselben Schulart. Die Ergebnisse bilden die Basis für die Beurteilung der Situation der Lehrkräfte Ihrer Schule und für ggf. erforderliche Maßnahmen für ein gesundheitserhaltendes und gesundheitsförderliches Arbeitsumfeld. Sollten an Ihrer Schule weniger als 6 Lehrkräfte an der Befragung teilnehmen, werden im Schulbericht nur die Vergleichsergebnisse derselben Schulart dargestellt, die Durchschnittsergebnisse Ihrer Schule entfallen dann (die Ergebnisse fließen aber in die Gesamtanalyse (s.u.) mit ein, sie sind also nicht verloren).

 

Warum werden persönliche Angaben, z. B. Geschlecht und Alter erhoben?

Die soziodemographischen Angaben (Abschnitt A des Fragebogens) ermöglichen nach Abschluss jeder Tranche sowie nach Abschluss der gesamten Befragung eine Auswertung der Daten über alle Schulen hinweg. So kann z.B. analysiert werden, ob und hinsichtlich welcher Aspekte sich die Belastungssituation von älteren Lehrkräften gegenüber derjenigen von jüngeren Lehrkräften unterscheidet. Grundsätzlich gilt eine Untergrenze von mindestens 11 Personen für die Darstellung von Ergebnissen in Untergruppen.

 

Kann ich Zusätzliches mitteilen?

Am Ende der Befragung gibt es ein Textfeld, in welchem Sie weitere an Ihrer Schule bestehende und im übrigen Fragebogen nicht berücksichtigte psychosoziale Belastungsfaktoren aufführen können. Ihre hier gemachten Angaben werden als Liste wörtlich in den Schulbericht integriert. Vermeiden Sie daher bitte Formulierungen, die Sie oder andere persönlich erkennbar machen.

 

Muss ich an der Befragung teilnehmen?

Es ist Ihre Entscheidung, ob Sie sich durch Ausfüllen des Fragebogens an der Erhebung beteiligen. Die Auswertung der Befragung erfolgt vollständig anonym (Durchschnittswerte, s.o.). Es entstehen Ihnen keinerlei Vor- oder Nachteile durch Ihre Teilnahme oder Nichtteilnahme, niemand an der Schule kann ermitteln, ob Sie teilgenommen haben oder nicht. Bitte bedenken Sie aber: Je höher die Teilnahmequote an Ihrer Schule ist, desto verlässlicher sind die gewonnen Daten als Grundlage für Verbesserungsmaßnahmen. Eine zahlreiche Teilnahme an der Befragung ist daher sowohl von Seiten des Ministeriums als auch von Seiten der Personal- und Schwerbehindertenvertretung erwünscht.

 

Wie lange dauert die Erhebungsphase

Die Möglichkeit den Fragebogen am PC auszufüllen, besteht für jede Schule für einen Zeitraum von 4 Wochen (Erhebungsphase).

 

Wo befindet sich der Online-Fragebogen?

Den Online-Fragebogen und einige Zusatzinformationen zum Verfahren finden Sie im Internet unter www.nrw.schule.copsoq.de .

 

Wie kann ich an der Online-Befragung teilnehmen?

Nach dem Aufrufen des Online-Fragebogens über den Button "Start" werden die Lehrkräfte gebeten, die Schulnummer Ihrer Schule sowie ein Passwort einzugeben. (Diese Daten erhält die Schule vorab). Danach können die Lehrkräfte den Online-Fragebogen ausfüllen. Die Daten werden verschlüsselt an die Datenbank übermittelt.

 

Wie lange dauert das Ausfüllen des Fragebogens?

Um den Bogen auszufüllen, benötigen Sie ca. 30 Minuten. Bitte antworten Sie spontan, so wie es am ehesten auf Sie zutrifft und füllen Sie den Fragebogen vollständig aus. Sie können Fragen, die Sie nicht beantworten möchten, auch auslassen. Sie können die Befragung zudem auch jederzeit abbrechen.

 

Was passiert danach mit den Daten?

Ihre Daten werden verschlüsselt an die Datenbank der FFAS übermittelt und dort ebenfalls verschlüsselt gespeichert. Aus den Durchschnittswerten jeder Schule werden die Schulberichte erstellt (Mindestteilnehmerzahl >= 5). Zudem werden schulübergreifende Gesamtanalysen (z.B. nach Schulart, Altersgruppe, Geschlecht etc.) angefertigt (Mindestgröße von Untergruppen >=10). Alle Analysen sind komplett anonym, Einzelnennungen sind nie aus den Ergebnissen ersichtlich oder ableitbar. Nach Beendigung der Befragung und der Analysen der 1. Befragungswelle wird die Datenbank mit den Schulkennungen in einem Bankschließfach verwahrt. Damit stehen die Daten z.B. für eine Veränderungsanalyse in einem 2. Zyklus zur Verfügung. Für wissenschaftliche Analysen (z.B. Generierung von Referenzwerten, Vergleiche mit anderen Berufsgruppen) werden die Daten unter Löschung der Schulkennung anonymisiert in die COPSOQ- Datenbank bei der FFAS integriert.

 

Wohin wende ich mich, wenn technische Probleme auftreten?

Sollten sich beim Anmelden oder Ausfüllen des Online-Fragebogens Probleme ergeben, können Sie sich an die FFAS wenden: Dr. Matthias Nübling und Team. Sie erreichen die FFAS:

per Email: schule@copsoq.de

telefonisch: 0761 / 894421

per Fax: 0761 / 83432.

 

Was muss ich tun, wenn ich über keinen Internetzugang verfüge?

Für diesen Fall werden von der FFAS auf Anforderung vorbereitete Fragebogen sowie Rückumschläge zur Verfügung gestellt. Die Anforderung mit der Gesamtzahl der an Ihrer Schule erforderlichen Fragebogen ist von der Schulleitung an die FFAS zu richten. Wenn Sie einen Papierfragebogen benötigen, teilen Sie dies daher bitte so rasch wie möglich Ihrer Schulleitung mit. Den ausgefüllten Fragebogen senden Sie bitte innerhalb des Erhebungszeitraums in dem von der FFAS beigefügten Rückumschlag portofrei und anonym an die FFAS.

X-Stat.de  

 

COPSOQ