Menschlichkeit misst sich daran, wie eine Gesellschaft mit Behinderten umgeht.

(Bundespräsident Köhler 13.12.2004) 

Schwer erkrankte oder gesundheitlich dauerhaft (z.B. chronische Leiden) beeinträchtigte Menschen können bei ihrer zuständigen Stelle einen Antrag auf Feststellung einer Behinderung stellen. Weitere Informationen über Zuständigkeiten erhalten Sie auch hier.

Den Antragsvordruck erhalten Sie z. B.

  • hier auf meiner Homepage. Sie können den Antrag am Bildschirm ausfüllen und dann ausdrucken.
  • bei der zuständigen Stelle (Rathaus, Bürgerbüro) Ihrer Stadt
  • bei den Behindertenverbänden

Einen elektronischen Vordruck können Sie hier aufrufen.

Es wird kein Unterschied mehr zwischen einem Erst- oder Änderungsantrag gemacht!

In dem Antrag werden Sie u.a. aufgefordert, Angaben zu Ihrem Gesundheitszustand zu machen. Zählen Sie hier nicht einfach nur Ihre Krankheiten auf, sondern beschreiben Sie auch, welche Auswirkungen sie auf Ihr tägliches Leben haben. Auch vorliegende ärztliche Gutachten (möglichst aktuelle) sollten Sie bei der Antragstellung als Kopie beifügen.

Wichtig ist, dass Sie vorher alle Ärzte über den Antrag informiert haben. Bitten Sie darum, dass in dem Gutachten nicht nur auf die Diagnose der Gesundheitsstörung eingegangen wird, sondern möglichst genau auch die Auswirkungen beschrieben werden. Der Facharzt sollte auch bereits eine konkrete Aussage über den Grad der Behinderung (GdB) machen. Dadurch hat der medizinische Dienst eine Vorgabe und im Falle einer Ablehnung können Sie sich auf diese Aussage beziehen.

Grundlage für sachgerechte, einwandfreie und bei gleichen Sachverhalten einheitliche Beurteilung der Behinderungen/ gesundheitlichen Beeinträchtigungen ist die Versorgungsmedizin - Verordnung (VersMedV). Sie trat zum 1. Januar 2009 in Kraft. Die in der VersMedV veröffentlichten “Versorgungsrechtlichen Grundsätze” ersetzen die “Anhaltspunkte für die ärztliche Gutachtertätigkeit im sozialen Entschädigungsrecht und nach dem Schwerbehindertenrecht”. Da nicht alle Hinweise der “Anhaltspunkte” in die MedVersV übernommen wurden, finden Sie weiterhin die “Anhaltspunkte 2008” als unverbindliche Information auf meiner Homepage.

Der Bundesrat hat 2010 eine Neuregelung der Versorgungsmedizin - Verordnung beschlossen. Darin sind Voraussetzungen geändert worden, nach denen insulinpflichtige Diabetiker zukünftig einen Schwerbehindertenausweis erhalten können, ...mehr

Die Gutachten der Ärzte sind von größter Bedeutung bei der Feststellung des GdB, denn die zuständige Stelle führt in der Regel keine eigenen Untersuchungen durch, sondern entscheidet nach Aktenlage.

Ich empfehle Ihnen, die Dienststelle davon schriftlich zu unterrichten, dass Sie einen Antrag auf Schwerbehinderung gestellt haben. Bis zur Entscheidung über den Antrag sind Sie unter Vorbehalt als schwerbehinderter oder als gleichgestellter Mensch zu behandeln.

Nach Abschluss der Prüfung des Antrages erhalten Sie einen Bescheid über die Feststellung einer Behinderung und den Grad der Behinderung.

Gegen diesen Feststellungsbescheid können Sie innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe Widerspruch erheben.  

H.- Jürgen Mellmann

Für weitere Fragen stehe ich gerne zur Verfügung: Telefon: 0211 475 5875 oder mailen Sie mir.

Natürlich habe ich mich um eine sorgfältige Recherche bemüht. Aber Sie wissen ja, dass überall, wo Menschen arbeiten, auch Fehler gemacht werden können. Für die Richtigkeit der Informationen kann deshalb keinerlei Gewähr übernommen werden. 
Für Anregungen, Verbesserungsvorschläge und Hinweise auf Fehler dieser Seite bin ich dankbar.

 

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Antrag auf Schwerbehinderung